
Uttarakhand mit den Regionen Garhwal und Kumaon bieten für Trekkingliebhaber die ganze Bandbreite von Trekkingtouren. Hier liegen auch die bekanntesten Hindupilgerorte des Himalayas überhaupt. Auch der heilige Fluss Ganges hat hier die Quelle. Die meisten Siebentausender des indischen Himlayas befinden sich hier. Unter diesen ragt der 7838 Meter Höhe höchste innerhalb von Indiens liegender Berg Nanda Devi heraus. Das Nitital bietet Zugang zu zahlreichen Bergen und Tälern in seinem Windschatten und ist zugleich auch die Heimat der Volksgruppe der Bhotias, deren Geschichte eng mit Tibet verbunden war. Mit dem indisch-chinesischen Krieg im Jahr 1962, endeten die jahrhundertalten Handels- und Kulturbeziehungen nicht nur hier, sondern auch für andere Talschaften von Garhwal und Kumaon, sowie den allermeisten der indo-tibetsichen Handelsbeziehungen. Die zahlreichen Wege und Pfade von Händlern, Nomaden, Schäfern, Pilgern und Dorfbewohnern über einen langen Zeitraum geschaffen, bieten abwechslungsreiche Trekkingmöglichkeiten. Eine Einschränkung bleibt: Lodgetrekking ist hier noch immer kaum möglich - ein Umstand der manchen Trekkenden gefällt.
Im Jahr 2013 kam es im Juni zu tagelangen heftigen Regenfällen und in Folge auch zu Erdrutschen und zu angeschwollenen Wasserläufen. Dies hat besonders im Pilgerort Kedarnath zu verheerenden Zerstörungen geführt. Mehrere Tausend Personen kamen in Garhwal dabei zu Tode. Auch die Infrastruktur wurde mancherorts stark beschädigt. Ich selbst war zu diesem Zeitpunkt mit Familie in Garhwal. Für die Einheimischen, die in der Nähe von den betroffenen Pilgerorten oder dort selbst ihr Auskommen beziehen und natürlich auch diejenigen, die an den Zufahrtswegen ihre Dienstleistungen anbieten, kam es im Nachhinein zu finanziellen Verlusten. Die Hoffnung bleibt, dass beim Bau von Unterkünften etc. auch mehr auf die Natur geachtet wird. Ich wünsche mir, dass die Region auch weiterhin von Trekkern, Klettereren und Pilgern besucht werden wird.