Die Täler von Suru und Zanskar werden von einer Reihe von Bergen eingefasst, aber er ist das Nun-Kun Bergmassiv, das unter diesen herausragt und das Ziel von Bergexpeditionen aus aller Welt ist. Die Zwillingsberge Nun (7135m) und Kun (7077m) sind die höchsten Erhebungen des Zanskargebirgskette. Getrennt durch ein etwa vier Kilometer breites Schneeplateau dominieren sie die Szenerie, die von dem Pinnacle Peak (6930m) ergänzt wird. Der Nun wurde im Jahr 1913 zum ersten Mal durch den italienischen Bergsteiger Nario Piacenza erklommen. Einer indischen Armeeexpedition gelang 59 Jahre später die Zweitbesteigung.
Der Kun stellt zweifelsohne eine reizvolle Herausforderung dar, die von den Teilnehmern erhebliche Anforderungen stellt. Zur Akklimatisation werden wir einen dreitägigen Trek über den Kanji La unternehmen. Danach geht es zum Ausgangspunkt der eigentlichen 14 tägigen Bergexpedition. Dort erwartet uns eine Gletscherüberquerung, steile Schneeflanken und einen längerer Gipfelgrat.

Expeditionsdauer: 27 Tage
Schwierigkeit: Mittelschwer
Tourübersicht: 5 Tage Trek; 12 Tage für Besteigung; 3 Hochlager
Besuchsorte: Delhi, Leh, Kargil, Srinagar
Expeditionszeiten: Juli, August
Einer der höchsten Berge der Zanskargebirgskette
Ein perfekter Berg, um sich von einem Sechstausender auf einen Siebentausender zu wagen
Akklimatisationstrek durch das Kanji Tal
Zwei Nächte im Hausboot auf dem Dal See in Srinagar
Tourende; Zusatzprogramm möglich, wie Tagesbesuch von Agra etc.
Wichtig: Wir werden alles unternehmen damit die geplante Tour, wie oben beschrieben auch so durchgeführt werden kann. Aber wie bei allen anderen Touren auch: Es kann keine Garantie seitens des Veranstalters geben! Eine Vielzahl von Faktoren, die außerhalb der Möglichkeiten des Veranstalters liegen, wie z.B. das Wetter, dadurch bedingte Probleme durch Erdrutsche, hoher Wasserstand von Wasserläufen, die ein Passieren unmöglich machen oder heftiger Schneefall mit Gefahren von Lawinenabgängen oder Farzeugproblemen etc.. Auch gesundheitliche Probleme von Teilnehmern, die infolgedessen nicht mehr ausreichend fit sind, um eine erfolgreiche Durchführung der Expedition zu erlauben. Entscheidend für den Guide und seine Entscheidungen, steht die Gesundheit und Sicherheit sowohl der Teilnehmer als auch des übrigen Teams im Vordergrund! Die Entscheidungsfindung sollte, wenn möglich einvernehmlich getroffen werden.
Temperaturen:
Hohe Berge generieren gemeinhin ihr eigenes lokales Wetter, das außerdem noch kaum vorhersehbar ist. Ladakh liegt überwiegend im Regenschatten des Himalaya und ist deshalb überwiegend trocken und hochwüstenartig. Trotzdem ist es in den letzten Jahren vermehrt zu früher eher seltenen Regenfällen gekommen. Dies kann auch bei dieser Expedition zutreffen und man muss deshalb auch mit dem schlechtesten aller denkbarer Fällen rechnen.
Gemeinhin ist der Sommer die beste Zeit für Expeditionen in dieser Region. Das bedeutet auch, dass wir von 5 Uhr morgens bis 7 Uhr abends Sonnenlicht haben werden. Wir müssen mit Temperaturen rechnen, die um die minus 20 Grad nachts liegen, mit orkanartigen Winden, bis zu in den Höhen noch intensivierten starken Sonnenschein und daraus resultierender Wärme. Daher muss die persönliche Kleidung diese gesamte Bandbreite von Temperaturen entsprechend abdecken.
Höhe:
Eine ausreichenden Höhenanpassung für einen Gipfel der über 7000 Meter liegt ist unumgänglich. Dies wurde in unserer Planung miteinbezogen. Vor Ort verlangt es von den Teilnehmern eine entsprechende Vorgehensweise, die den Teilnehmern schon durch vorherige Expeditionen in ähnliche Höhenlagen bekannt sein sollten.
Unsere Führer sind diesbezüglich erfahren und werden sie auch daraufhin hinweisen. Falls Sie schon einmal Schwierigkeiten mit der Höhenanpassung hatten, sollten Sie dieses mit einem Arzt besprechen. Generell raten wir allen Teilnehmern eine entsprechende Konsultation eines Arztes, um ihre gesundheitliche Situation vorab zu klären, um gesundheitliche persönliche Risiken zu vermeiden. Wer Probleme während der Expedition bekommt, sollte dies umgehend dem Guide mitteilen, der dann entsprechende Maßnahmen ergreifen wird, nicht zuletzt um sich und die anderen Mitglieder nicht in eine etwaig schwierige Situation zu bringen!
Persönlich zu tragendes Gepäck:
Gleich von Beginn des Trekkingteils erwarten wir, dass Sie mindestens 10-12 kg Gepäck tragen, sodass Sie sich schon an das am Berg zu tragende Gewicht gewöhnen. Neben der persönlichen Ausrüstung, wie Kleidung, Isoliermatte, Schlafsack, Kamera etc., umfasst dies auch Wasser und die Lunchbox. Das Gewicht sollt ein wenig höher liegen als das was Sie bei der Besteigung des Kun ab dem Basecamp tragen müssen. Der Rest ihrer persönlichen Ausrüstung sollte in einer seperaten wasserdichten Tasche verstaut sein, die von den Trägern transportiert wird. Die Dinge, die darin transportiert werden, sollten ihrerseits nochmals in wasserdichten Materialien verstaut sein. Ihre Ausrüstung sollte sowohl für die herrschenden Bedingungen als auch dem Gewicht nach den Anforderungen gerecht sein. Zum Zeitpunkt der Buchung werden wir eine entsprechende Ausrüstungsliste zusenden.
Route:
Die Expedition nimmt ihren Anfang in Delhi. Von hier aus fliegen wir nach Leh, das zum Bundesstaat Jammu&Kashmir gehört. Die auf 3500 Meter Höhe liegende Stadt liegt in Ladakh dem buddhistischen Teil des Bundessaates. Wir werden dort drei Tage bleiben und der Aufenthalt bildet sozusagen auch den ersten Teil unserer Akklimatisationsphasen. Ein dreitägiger Trek führt über den Kanji La in das obere Suru Tal, wo das Kun-Nun Bergmassiv liegt. Nach dem Überqueren des Flusses Suru sind es zwei leichte Tagesetappen bis zum Basecamp. Oberhalb diesem werden nochmals drei Hochlager eingerichtet. Der Gipfeltag wird vom Südostgrat beginnen und geht dann auf den Ostgrat über, auf dem wir dann schließlich den Gipfel erreichen wollen. Insgesamt werden zwischen Basecamp und Gipfel etwa 1000-1200 Meter Fixseil verlegt. Ein kleines Team von Sherpas wird die Expedition begleiten, um das Material nach oben zu bringen und die Teilnehmer in den Hochlagern zu unterstützen.
Die erwarteten Klettererfahrungen:
Ausreichende Hochtouren und Höhenerfahrungen, Kondition für bis zu 10 stündige Aufstiege, wie beim Gipfeltag, wobei dann noch der folgende Abstieg ansteht. Seilfreies Gehen bis zu 40° steilen Eis-und Firnpassagen. In Spaltenbergungsmethoden sollten die Teilnehmer auch geübt sein. Sicheres Gehen mit Steigeisen von bis zu 55° steilen Abschnitten auch in kombiniertem Gelände, sollten ebenso zu den Klettererfahrungen zählen. Nochmals weisen wir darauf hin, dass Sie neben der nötigen Klettererfahrung und Techniken auch eine ausreichende Kondition mitbringen sollen. Deshalb sollten sie einen kurzen Tournachweis an uns senden, damit wir aus diesen Angaben selbst ein Erfahrungsbild von Ihnen machen können.
Vielleicht können Sie ja notfalls ihre Kenntnisse nochmals durch einen Kurs auffrischen. Wir wären Ihnen da auch behilflich.
Die mentale Dimension:
Neben ihrer physischen Fitness, ihren Klettererfahrungen brauchen Sie auch eine dem Ziel der Expedition entsprechende mentale Fitness. Die Bedingungen vor Ort erfordern nicht zuletzt auch mentale Disziplin. Geringer Komfort, extremere Wetterlagen, Druck jeglicher Art (etwaiger Gruppendruck, Zeitdruck) verlangen ein besonnenes Vorgehen und mentale Reserven sollten lediglich bei wirklich extremen Situationen angezapft werden und nicht schon bei geringeren Anlässen. Teamgeist steht ganz oben! Die Expedition ist keine Soloexpedition, sondern eine Gruppenexpedition und für das Gelingen, trägt jeder Einzelne dazu bei. Man unterstützt sich gegenseitig soweit möglich. Wenn ein Teilnehmer, langsam an die eigenen Grenzen kommt, sollte man dies schon früh kommunizieren, um sich und die anderen zu schützen. Kein Berg ist es wert seine Gesundheit oder das Leben anderer einem unkontrollierbaren Risiko auszusetzen, ungeachtet des jeweils natürlichen und normalen Risikos einer jeden Bergbesteigung einmal abgesehen.
In den Hochlagern:
In jedem Zelt befinden sich Butangas und Brenner, mit dem die Mitglieder, gegebenenfalls bei schlechtem Wetter, ihr eigenes Wasser und Essen selbst zubereiten müssen. Bei Schlechtwetter im Zelt warten zu müssen zehrt an den Nerven und trotzdem, gilt es Ruhe und Geduld zu bewahren.
Verpflegung:
Bis zum Basecamp werden wir von einem Koch und den Helfer umsorgt sein. Auch wenn unsere Sherpas in den Hochlagern uns beim Kochen behilflich sein werden, heißt es trotzdem, dass die jeweiligen Zeltinsassen ihr eigenes Wasser und einfaches Essen selbst zubereiten sollten. Für die Hochlager empfehlen wir Ihnen auch eigene Dinge, wie Schokolade, Power Bars, Trockenfrüchte etc. selbst mitzunehmen.
Ausrüstungsliste:
Nach der Buchung senden wir eine Liste mit Ausrüstungsgegenständen und Bekleidung zu.
Dokumente und Fotos:
Jedes Klettermitglied muss eine vom IMF geforderte Personenfragebogen ausfüllen. Zusätzlich benötigen wir vier Passfotos und eine Kopie ihres Reisepasses, die wir für verschiedene Anträge benötigen. Außerdem wird jeder Kletterer aufgefordert eine Haftungsverzichtserklärung unterschreiben.