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Natkul - Himalaya Tours

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Bildergalerie

Alte-Frau-mit-Raja


Ankunft in Lata


Aprikosenoelherstellung


Familienfest in Lata


Festvorbereitungen


Frau und Baby in Lata


Frauen vor Nanda Devi


Dorfbewohner von Lata


Hochzeit von B.Schwester


Leonie uebt sich


Ehefrau von Mohan


Teppichknuepfen in Lata


Bhotia auf dem Weg ins Winterdorf


Bhotia auf dem Weg ins Winterdorf


Kind aus Lata


Korbflechterin

Öko-Tourismus Projekte

Dorftourismusprojekt "Niti Valley"

Die etwas andere Art Land und Leute kennen zu lernen!

Am Anfang

Über viele Jahrhunderte hinweg bestanden zwischen Tibet und den zu Indien zählenden Nachbarregionen geregelte Handelsbeziehungen. Der Warentransport erfolgte auf schwierigen und gefährlichen Bergpfaden und selbst schneebedeckte Pässe, die weit höher als 5000 Meter hoch sind, mussten überquert werden. Von Uttarakhand aus führten mehrere Handelswege ins benachbarte Tibet. Unter diesen bot das Niti Tal die vergleichsweise einfachste Verbindung zum tibetischen Hochplateau. Auch Reisende, Forscher oder hinduistische Pilger auf dem Weg zum nicht einmal 200 km Luftlinie entfernten Berg Kailash wussten dies zu schätzen. Aber für die im Niti Tal lebenden Marchas und Tolchas bedeutete dieser Handelsweg weitaus mehr. Bei ihnen drehten sich die Wirtschaftstätigkeiten, schon seit Menschen Gedenken, um den Trans-Himalayahandel. Salz, Schafe, Ziegen, Pferde, Yakschwänze, Borax wurden beispielsweise importiert und Getreide, Reis, Zucker, Gewürze, Kleidung etc., exportiert. Doch der indisch-chinesische Krieg 1962 beendete diesen Handel. Wenige Jahre später erhielten die mit Tibet Handel betreibenden Volksgruppen der Jadhs, Tolchas, Marchas, Shaukas und Jauharis den von der indischen Regierung verliehenen Status eines "Registrierten Stammes" und firmieren unter dem gemeinsamen Namen Bhotia. Jedoch leben sie in sieben verschiedenen Tälern Uttarakhands und infolge der naturräumlichen Trennungen und der jeweils eigenen Geschichte dieser Talschaften entwickelten sich kulturelle Unterschiede.


Der Berg

Der im Jahr 1936 erstmalig bestiegene Nanda Devi, mit 7817m zweithöchster Berg Indiens, hatte nicht nur eine herausragende Bedeutung unter Bergsteigern und Trekkern, sondern auch für die Bhotias. Insbesondere für die Bewohner von Lata waren die Bergtouristen eine neue Einkommensquelle. Als im Jahr 1974 das Kletterverbot des Berges aufgehoben wurde, war meistens Lata der Ausgangsort von dem aus der Marsch zum Basecamp gestartet wurde. Doch ein rücksichtsloser Bergtourismus führte zur Schließung des Schutzgebietes im Jahr 1982 und fortan wurde das Gebiet als Nationalpark ausgewiesen, indem jeder Zugang durch Menschen verboten war. Diese Entscheidung der Regierung führte sowohl zu einer rapiden Reduzierung des Bergtourismus in der Region als auch zu Einschränkungen für die einheimische Landwirtschaft. Sammeltätigkeiten der Einheimischen oder das Grasen von Ziegen und Schafen waren im Gebiet des Nationalparks nicht mehr länger erlaubt. Sechs Jahre später wurde der Nationalpark zur Kernzone des neuen und größeren Biosphärenreservates "Nanda Devi Biosphere Reserve" (NDBR) erklärt. Im Jahr 1992 wurde das NDBR von der UNESCO zum "World Heritage Site" erklärt.


Die Chipko Bewegung

Nach dem Ende des Tibethandels war dies nun der zweite Einschnitt innerhalb kurzer Zeit. Trotzdem wollen es viele Einheimischen nicht mehr länger dabei lassen, nur passiv auf diese Situation zu reagieren. Schon im Jahr 1974 hatte sich die lokale Bevölkerung einen Namen gemacht, als sie sich eindrucksvoll gegen die hemmungslose kommerzielle Waldabholzung wehrten. Die lokale Chipko Bewegung wurde geboren und Gaura Devi, eine einfache Frau aus Lata stammend und in Reni lebend, schrieb Geschichte! Die um sich greifende Protestbewegung erfasste immer mehr Regionen und letzten Endes musste die Regierung und die Verwaltung darauf reagieren und die Belange der Einheimischen anerkennen.


Die "Nanda Devi EcoTourism Campaign"

In einem Workshop im Jahr 2001, an dem sowohl die einheimische Bevölkerung als auch NGO Vertreter teilnahmen, wurde eine Erklärung verabschiedet, um die mit dem Konzept des Dorftourismus ("community based tourism") verbundenen Vorstellungen auszudrücken. Denn aus der Sicht der einheimischen Bevölkerung bestehen starke Zweifel, ob der klassische Tourismus überhaupt gewillt ist, die Interessen der Einheimischen mit einzubeziehen. Deshalb verlangen sie Mitspracherechte und Gestaltungsräume, um sowohl dem Prinzip der Nachhaltigkeit als auch dem Prinzip der Selbstverantwortung gerecht zu werden. Denn Bevormundung und Entrechtung durch Dritte sind wohl kaum geeignete Instrumente den Rechten und Pflichten gegenüber nachfolgenden Generationen oder der Erhaltung der Naturvielfalt Rechnung zu tragen!

Dan Singh Rana, der frühere Dorfvorsteher von Lata, und Sunil Kainthola von der NGO Janadhar und andere Unterstützer der Bewegung versuchen mit ihrem intensiven Engagement durch verschiedene Aktivitäten die Ziele der Bewegung zu erreichen. Dazu gehört auch eine profunde Ausbildung einheimischer Jugendlicher zu Guides und andere Aktivitäten, die auf qualitative Aspekte des touristischen Dienstleistungsbereichs abzielen.

Mit der schon begonnenen Teilöffnung des Nanda Devi Nationalparks ist eine Situation eingetreten, in der z.B. die Nationalparkverwaltung, die Forstverwaltung, die Reiseveranstalter und Touristen ihren Teil dazu beitragen können, mit dieser "Nanda Devi Eco Tourism" Bewegung in einer partnerschaftlichen Weise für den nachhaltigen Erhalt der Natur und Kultur zu sorgen!


Natkul und "Community based Tourism"

Ralf Griesbaum, von Natkul - Himalaya Tours war schon bei dem besagten Workshop Teilnehmer und hat sich seither in vielfältiger Weise für diese Bewegung engagiert. Viele Besuche und Wanderungen, auch mit Familienmitgliedern und Freunden, verstärkten die Beziehung zu den Dorfbewohnern von Lata und zu vielen anderen Menschen im gesamten Niti Tal.

In Zusammenarbeit mit den Vertretern der "Nanda Devi Eco Tourism" Bewegung des Niti Tales wollen wir den interessierten Touristen ein etwas anderes Erlebnis bieten. Wer intensivere Erfahrungen mit der Natur und der Kultur einer Bergregion machen will, dem bieten sich hier viele Möglichkeiten:

- Durch ein mehrtägiges Verweilen in einem oder mehreren Dörfern des Niti Tal wird der Besucher das Leben der Einheimischen nicht mehr länger aus einer "Photoapparat-Perspektive" erleben, sondern wird als Gast von seinen Gastgebern empfangen.

- Das Niti Tal bietet die Chance abwechslungsreiche eintägige oder mehrtägige Wanderungen zu unternehmen.

-  Anders als bei einer Trekkingreise normalerweise der Fall, werden Sie den Guide, Koch oder Träger auch als Dorfmitglied oder Familienmitglied erleben. Somit erfahren Sie mehr über die komplexeren Lebensumstände von Einzelpersonen.

- Ein Besuch des Niti Tales ermöglicht auch den Besuch von Badrinath, dem heiligsten hinduistischen Pilgerort im Himalaya. Noch nicht einmal zwei Kilometer vom über 3000 m hochgelegenen Badrinath entfernt, liegt Mana, auch ein von den Marchas bewohntes Dorf, dessen Bewohner früher den Trans-Himalayahandel betrieben.

- Besucher, die gerne Andenken mit nach Hause nehmen wollen, haben die Gelegenheit, die traditionell von den Bhotia in Handarbeit hergestellten geknüpfte Teppiche, gewebte Wolldecken usw. zu erwerben.

- Ob Sie nun wandern, vom Nanda Devi Tempel in Lata in Richtung Kuari Pass schauen, den Schäfern auf ihren Sommerweiden begegnen, das Dorf Gamsali besuchen, bei Hochzeiten als Gast empfangen werden - Sie werden mehr über andere Menschen und auch sich selbst erfahren!

Ich will ins Niti Tal! Was muss ich tun?

Wer an einem Besuch interessiert ist, sollte im vorhinein mit Natkul zusammen die Details des Aufenthaltes klären. Dabei sind verschiedene Aspekte zu berücksichtigen:

- Vor allem der zeitliche Rahmen ist hierbei von Bedeutung. Also, wie lange soll der Aufenthalt dauern und was kann unternommen werden?

- Wer während der Monsunzeit ein Besuch erwägt, sollte sich bewusst sein, dass wegen des Regens immer wieder Erdrutsche ausgelöst werden und es folglich zu unterschiedlichsten Beeinträchtigungen kommen kann. Wer sich einen wolkenlosen blauen Himmel wünscht, sollte die Hauptregenzeit, die Monate Juli und August, eher meiden!

- Welche Sprache spricht die Reiseleitung? Der für Sie zuständige einheimische Guide, der Sie während des Aufenthaltes betreut, spricht i.d.R. kein Deutsch, sondern Englisch. Aber auf Wunsch übernimmt Ralf Griesbaum die Reiseleitung.

Zusätzliche Informationen über die Nanda Devi Bewegung erhalten sie in englischer Sprache, wenn sie über das Internet die offizielle Webseite der Bewegung besuchen

Website: www.nandadevi.org


Frau in Lata


Workshop in Lata


Beim Aprikosenoel
auspressen

Die kleine Puja mit
ihrer Grossmutter

Essenzubereitung
für das Hochzeitsfest

Lata


Lata


Bei der
Amaranthernte

Die traditionelle
Wasserpfeife

Eine Einladung
zum Tee trinken

Dächer dienen zum Trocknen


Gora Devi


Lata


Lata


Niti Tal


Dreschen von Buchweizen
auf dem Feld


Niti Tal



Lata und Umgebung



Spinnen mit der
Handspindel


Madeline und
Kinder aus Lata


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Stand 22.12.2008