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  Reiseinformationen   

Trekking

Wichtige Hinweise für Reisen und Trekking in Indien

Eine Bewertung der Trekkingtouren in Hinsicht auf den zu erwartenden Schwierigkeitsgrad oder dem allgemeinen Charakter der jeweiligen Tour, ist lediglich der Versuch einen ungefähren Eindruck davon zu vermitteln, welche körperlichen und mentalen Anforderungen an einen Reisewilligen gestellt werden. Deshalb bittet Natkul jeden Reisewilligen sich über den eigenen Leistungsstand Klarheit zu verschaffen, was auch die Konsultation eines Arztes mit einschließen sollte.

Wer in den Bergen zu Fuß unterwegs ist, muss damit rechnen, dass sich die objektiven Bedingungen durch plötzliche Wetterveränderungen eine völlig andere Situation herbeiführen können. Was bei gutem Wetter noch als leichter Abstieg auf schmalem Pfad einzustufen war, ist z.B. nach heftigem Schneefall, plötzlich ein schwieriger Abstieg auf rutschigem Untergrund, was größere Anforderungen an die Trittsicherheit stellt!

Wer Trekkingtouren im Himalaya unternimmt, muss wissen, dass es eher die Ausnahme ist, Wege für Pilger oder Trekker ständig instand zu halten! Der Zustand von Wegteilstücken kann sich z.B. durch Erdrutsche ziemlich verschlechtern und folglich gefährlicher werden! Ein Umstand der vor allem während des Monsuns manche Trekkinggruppe eine Wartezeit auferlegte, zur Umkehr bewog oder gar zu einer Tourverlegung führte.

Touren im Himalaya, noch viel mehr als in anderen Regionen Indiens, unterliegen deshalb einer Vielzahl von Einflüssen welche den geplanten Verlauf einer Tour in unterschiedlicher Weise einschränken können. Folglich sind die geplanten Tourverläufe nur als solche aufzufassen und nicht immer auch zu realisieren.

Wer in fremde Länder reist, sollte sich der Verantwortung stellen, die aus diesem Sachverhalt wächst. Wer nämlich als Gast empfangen werden will, sollte der Kultur des Gastgeberlandes mit entsprechendem Respekt begegnen. Das fordert Zurückhaltung und Offenheit gleichermaßen! Man soll wissen und lernen, wann Distanz zu halten ist und wann Nähe gefordert wird! Geben Sie sich und den Einheimischen die Chance auf ein Wiedersehen - ein Wiedersehen mit einem Lächeln in beiden Gesichtern!
Am Ende soll noch mal darauf hingewiesen werden, dass jeder Reisende auf eigenes Risiko an einer Reise teilnimmt.

Reisepass

Für die Einreise nach Indien ist ein gültiger Reisepass notwendig

Visa

Für Reisende deutscher Staatsangehörigkeit besteht Visumpflicht. Dieses Visum erhält man von der indischen Botschaft Berlin oder von indischen Konsulaten. Ein Touristenvisum ist sechs Monate gültig und kostet gegenwärtig 50 Euro. Das Antragsformular kann von der Webseite der indischen Botschaft heruntergeladen werden. Die Webseite der indischen Botschaft bietet zudem umfassende Informationen über unterschiedliche Themen in Bezug auf Indien und Adressen der indischen Konsulate in Deutschland.

Indische Botschaft
Tiergartenstraße 17
10785 Berlin
Tel.: 030 / 25795-0
Fax: 030 / 25795-102
Website: http://www.indianembassy.de

Gesundheit

Medizinische Hinweise/Impfungen

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt bei Reisen nach Indien Impfungen gegen: Tetanus, Polio, Diphterie und Hepatitis A . und für Langzeiturlauber noch gegen Hepatitis B. Für Reisende die sich in ländlichen Regionen aufhalten können Impfungen gegen Tollwut, Typhus, Japanische Enciphalitis und Meningokokken-Meningitis (A und C) das gesundheitliche Risiko einschränken.

Empfohlen wird, dass sich jeder Reisewillige frühestmöglich vor Reiseantritt beim Hausarzt, Tropenmediziner oder Reisemediziner fachlichen Rat einholt um das gesundheitliche Risiko einer Reise zu begrenzen.

Hygienisches Essen und Trinken, sowie entsprechender Schutz gegen Mückenstiche , die Malaria oder Denguefieber zur Folge haben könnten, zählen zu den Prophylaxemaßnahmen, die das gesundheitliche Risiko einschränken.
Es muss jedem Reisenden klar sein, dass die medizinische Versorgung, insbesondere in ländlichen Regionen, dem europäischen Standard nicht entsprechen!
Eine Auslandskrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen!

Das Auswärtige Amt hält unter anderem auch länderspezifische Reise- und Sicherheitshinweise bereit, neben sonstigen Informationen, die für Reisende von Interesse sein könnten.
Website: http://www.auswaertiges-amt.de

Geld

In den großen Metropolen Indiens und größeren touristischen Orten gibt es kein Problem Geld zu tauschen. Ob nun Bargeld, Schecks oder auch über den Geldautomaten. Anders ist die Situation in ländlichen Gebieten Indiens. Wer zu einer Trekkingtour aufbricht, sollte sich schon in Delhi, die entsprechende Menge an Bargeld besorgen. Kreditkarten werden in größeren Hotels vielerorts akzeptiert. In vielen guten Restaurants und Läden, die hochwertige Güter oder Souvenirs anbieten, werden auch Kreditkarten akzeptiert.

Karten

Leider ist es bislang so, dass es keine detaillierte Trekkingkarten z.B. im Maßstab von 1:50.000 über irgendeine Region in Indien auf dem Markt erhältlich sind. Deshalb muss sich der Trekker mit weniger zufrieden geben. Zudem sind die Karten meist veraltet, mit Fehlern behaftet und vermitteln kein vollständiges Bild über vorhandene Wege, die für interessierte Trekker in frage kommen könnten.

Das älteste Kartenwerk stammt von der amerikanischen Armee, wurde 1954 zusammengestellt und kann umsonst aus dem Internet herunter geladen werden (sunsite.berkeley.edu/8085/India/250k.html). Der Kartenmaßstab von 1:250.000 ist zwar ziemlich grob, aber Höhenlinien, die farbige Gestaltung und zahlreiche Ortsnamen und Campsites geben dennoch nützliche Informationen.

Auch auf dieser Karte basierend gab die Schweizerische Stiftung für alpine Forschungen zwei Karten heraus, die das Bundesland Uttarakhand abdecken. Anders als bei der amerikanischen Karte, werden die Höhenangaben in Metern anstatt in Fuß angegeben und der Maßstab von 1:150.000 offenbaren mehr von der Topographie Garhwals und Kumaons.

Die Leoman Karten, Maßstab 1:200.000, der Indian Himalaya Maps Serien Blatt 7 und 8 decken die Trekkingregionen Uttarakhands nicht vollständig ab. Der östlichste Teil von Kumaon wurde nicht berücksichtigt. In diesen speziellen Trekkingkarten werden Wasserläufe, Gebirgshöhenlinien, einzelne Berge, Gletscher, Orte und Trekkingwege verzeichnet. Was man nicht findet sind Höhenlinien. Sicherlich übersichtlich was den groben Wegverlauf betrifft, aber manche gegenwärtig genutzte Trekkingpfade sind darin nicht verzeichnet. Auch die Höhenangaben stimmen nicht immer mit der Wirklichkeit überein. Auf der Kartenrückseite befinden sich noch Trekkintourenbeschreibungen und Angaben zu ein paar Orten, die von touristischem Interesse sind.

Der Survey of India publiziert eine Trekking Map Series im Maßstab von 1:250.000, die farbig gestaltet sind und im wesentlichen den Kennzeichen der Leoman Map entsprechen. Leider sind die indizierten Trekkingpfade nicht selten falsch verortet, die Höhenangaben nicht korrekt und ein Trekker tut gut daran sich nicht auf diese Karte zu verlassen! Als allgemeine Orientierung ist sie jedoch durchaus nützlich und außerdem sehr billig in Indien zu erhalten.

Vielleicht ist es an dieser Stelle nochmalig wichtig festzustellen, dass die Wegfindung in Garhwal oft schwierig ist. Ohne Guide, ohne gute Ortskenntnisse und detaillierteren Informationen über den Wegverlauf ist eine Trekkingtour in Garhwal vielerorts ein Lotteriespiel! Nur wenige Trekkingtouren haben so etwas wie einen eindeutigen Verlauf! Dazu zählen die relativ kurzen Touren, die ihrem Charakter nach meist populäre Pilgerwege sind, wie z.B. die Gangotri-Tapovan Tour.
Die Regel ist jedoch die, dass immer wieder Pfade den eigentlichen Trekkingpfad kreuzen oder von ihm abzweigen und man nicht sicher sein kann, ob man nun richtig liegt oder nicht. Oftmals sind es lediglich Schäfer oder die Sommeralmen bewohnenden Einheimische, die da weiter helfen könnten. Doch die sind vorwiegend nur kurz vor, während und kurz nach der Regenzeit in den Höhenlagen anzutreffen. Und bei schlechtem Wetter oder schlechter Sicht ist das ganze Unternehmen umso schwieriger und gefährlicher!

Wichtig: Die vorhandenen Karten ersetzen keinen Guide!!


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Stand 22.12.2008