Impressum |  Wir über uns |  AGB |  Kontakt | 
 
  Uttarakhand
    Touren
    Information
  Himachal Pradesh
      Touren
      Spiti
      Spiti-Tso Moriri
      Pin-Parvati Pass
      Kinnar-Kailash
      Bhaba Pass
      Rupin Pass
      Darcha-Padum
    Information Spiti
    Information Lahaul
  Ladakh
    Touren
    Information

Natkul - Himalaya Tours

info@natkul.de

© 2005-2009





Bildergalerie




















  Trekking Touren in Himachal Pradesh

Allgemeines:
  Info
  Trekking
  Tourismus
  Geschichte
  Kultur
  Religion


Himachal Pradesh

Zwischen den indischen Bundesstaaten Jammu & Kashmir und Uttarakhand gelegen, und an Tibet grenzend, besitzt der indische Himalaya-Bundesstaat Himachal Pradesh eine faszinierende geographische und kulturelle Vielfalt. Während der weitaus größere Teil des Bundesstaates durch den Monsun und seinen Regenniederschlägen mit einer artenreichen Flora und Fauna gesegnet ist, sorgen die von Nordwest nach Südost verlaufenden hohen Bergketten dafür, dass die dahinter liegenden abgeschirmten nördlichen Regionen, Lahaul und Spiti, nur äußerst wenige Niederschläge verzeichnen. Insbesondere in Spiti trifft der Besucher auf eine trockene, wüstenartige und vegetationsarme Berglandschaft. Die Bedingungen in der angrenzenden noch weiter nördlich gelegene Region Ladakh, die zum Bundesstaat Jammu & Kashmir gehört, sind in dieser Hinsicht noch extremer. Deshalb bietet dieser Naturraum nur wenigen Menschen die Chance, an dafür geeigneten Orten, durch Bewässerungslandwirtschaft ihren Lebensunterhalt zu sichern. Solche von Menschen geschaffenen Orte gleichen grünen Oasen, inmitten einer zwar menschenfeindlicheren, aber eben ungemein entrückender Bergwelt, deren Braun-, Violett- und Gelbtöne im Spiel des Sonnenlichts den Besucher/Fremden stets von Neuem ins Staunen versetzen.

Trekking

Bei dem breitgefächerten alpinen Spektrum gibt es für jeden Interessierten geeignete Touren. Ein besonderer Reiz liegt sicherlich auch darin, die naturräumliche und kulturelle Vielfalt der Regionen zu verbinden, indem auf einer Reise die unterschiedlichen Regionen verknüpft werden, sei es im Rahmen einer spezifischen kultuerellen Komponente und/oder bei der Trekkingtour. Alleine schon die Anfahrt dürfte für manchen wegen der Dauer und der Art der Straßen eine Herausforderung und damit ein Erlebnis darstellen und bleibende Eindrücke hinterlasssen. Die Übergänge unterschiedlicher Lebensräume im nördlichen Indien können hautnah miterlebt werden. Die Schwierigkeitsgrade der Trekkingtouren variieren, wie die Tourlängen. Der Charakter einer Tour und damit auch die Schwierigkeiten werden ebenso von der Vegetation, Klima, Maximalhöhe usw. mitbestimmt. Eine Tour im Himalaya zu unternehmen heißt auch immer Begegnung mit anderen Menschen.

Eine kurze touristische Geschichte

Erst durch den Niedergang des Tourismus in Kashmir, hervorgerufen durch den politischen Konflikt in Kashmir, wurde das Kulu-Tal, und besonders die schön gelegene Stadt Manali, zum beliebtesten Ferienort für indische Touristen im Himalaya. Ob für Neuvermählte oder (gewöhnliche) Touristen, Manali weist Übernachtungsmöglichkeiten in allen Kategorien auf und verfügt über ein breites Angebot an Freizeitmöglichkeiten. Von hier aus sind die Regionen Lahaul, Spiti und Ladakh mit Fahrzeugen erreichbar.

1992 wurde Spiti, das bis dato Sperrgebiet war, erstmalig für Touristen zugänglich gemacht. Andere Grenzregionen entlang der chinesischen Grenze sind aus sicherheitspolitischen Erwägungen noch immer für Besucher gesperrt und nur unter bestimmten Voraussetzungen ist ein Besuch möglich. Wer vom benachbarten Kinnaur nach Spiti reisen will, benötigt hierfür eine Genehmigung, die jedoch ohne Probleme erteilt wird. Von Manali und Lahaul hingegen kann Spiti ohne Genehmigung besucht werden.

Spiti, Lahaul und deren benachbarte Regionen können am besten entweder zu Fuß, durch eine "Jeep-Safari" oder auch in einer Kombination von beidem, erkundet werden. Jedenfalls sollten für eine Reise mindestens drei Wochen veranschlagt werden, denn die Abgeschiedenheit der Bergregionen allein erfordert eine mindestens 2-3 Tage dauernde Anreise von Delhi aus.

Geschichtliche und kulturelle Aspekte

Wie in Uttarakhand haben sich auch in dieser zerklüfteten Berglandschaft eine Vielzahl von größeren und kleineren Kulturräumen entwickelt. Es etablierten sich zeitweise kleine mehr oder weniger unabhängige Königtümer oder Fürstentümer, die zumeist im Verlaufe der Zeit, direkt oder indirekt in Abhängigkeit mächtiger Nachbarn gerieten. Mehrere Herrscherdynastien in Himachal Pradesh sind bengalischen Ursprungs und auch Rajputen, die vor den Moslems nach Himachal Pradesh flohen, gründeten neue Dynastien. Letzten Endes glich Himachal Pradesh in territorialer Hinsicht einem Flickenteppich kleiner Fürstentümer, die sich oft gegenseitig bekriegten. Mit dem Eingreifen der East India Company in Indien geriet Himachal Pradesh in das Fahrwasser des britischen Kolonialismus. Die expandierenden nepalesischen Gurkhas mussten sich, erzwungen durch den gemeinsamen Widerstand der Briten und den Sikhs, aus ihren besetzten Gebieten im heutigen Himachal Pradesh zurückziehen. Dies hatte zur Folge, dass einige Teile von Himachal Pradesh bereits 1816 an die Briten fielen, andere Landesteile 1846 als Folge der Niederlage der Sikhs im Kampf mit den Briten um die Vorherrschaft im Nordwesten Indiens. Einige Fürstentümer konnten eine gewisse Eigenstaatlichkeit im Rahmen der britischen Oberhoheit bewahren, andere fielen an die Provinz Punjab. Nach der Unabhängigkeit Indiens bestand Himachal Pradesh lediglich aus Teilen des heutigen Bundesstaates. Mit der Unabhängigkeit Britisch-Indiens und der Bildung der Staaten Pakistan und Indien fiel der Großteil des Punjab an Pakistan. Die kleinen Fürstenstaaten wurden erst als Chiefs Commissioner's Province zusammengefasst und im Jahr 1956 erhielt sie den Status als Union Territory. Nach einer weiteren Teilung des Punjab im Jahr 1965 wurden dessen Berggebiete an Himachal Pradesh angegliedert. 1971 wurde Himachal Pradesh der 18. Unionsstaat Indiens. Der Bundesstaat Himachal Pradesh ist etwa so groß wie die Schweiz bzw. der Nachbarbundesstaat Uttarakhand.

In Himachal Pradesh lebt seit 1959 auch der aus Tibet geflohene Dalai Lama. Das schön gelegene Dharamsala ist seitdem Sitz der Exilregierung und Wohnort für Tausende Exiltibeter. Auch deshalb ist Dharamsala Ziel vieler westlicher Besucher, die hier mit der spirituellen Welt des tibetischen Buddhismus in Berührung kommen wollen.

In kultureller Hinsicht hinterließen die in den letzten 4000 Jahren eingewanderten Bevölkerungsgruppen Spuren, die bis in die Gegenwart hinein noch sichtbar sind. Im Fall von Lahaul und Kinnaur lassen sich die noch benutzten Dialekte auf die Munda zurückführen. Es sind Sprachinseln, weil diese Sprache nur noch von den als Munda bezeichneten Stammesgruppen im heutigen Bihar gesprochen wird. In isolierteren Dörfern werden zudem noch immer religiöse Kulte gepflegt, die über 2000 Jahre zurückreichen dürften, wie zum Beispiel der Naga-Kult (Schlangengötterverehrung). Für diese Naga-Gottheiten wurden auch einige der schönen hölzernen Tempel in Himachal Pradesh erbaut. Überhaupt werden vielerorts die lokalen und regionalen Gottheiten noch immer stärker verehrt als die höchsten (und populärsten) Gottheiten des brahmanischen Hinduismus Shiva und die Shakti-Göttinnen Kali und Durga.

Die Bewohner von Himachal Pradesh leben vornehmlich in kleinen Dörfern und betreiben traditionell mehrheitlich kleinflächige Subsistenzwirtschaft. Der geringe Überschuss wird dann auf dem Markt verkauft. Im Kulu-Tal hat sich allerdings in den letzten Jahrzehnten die Apfelplantagenwirtschaft derart entwickelt, dass das Tal neuerdings auch als " Apfeltal" bezeichnet wird. Angesichts der vielen Apfelbäume ist dies wohl auch gerechtfertigt. Für die Landwirtschaft in den Bergregionen ist vielerorts die Hinwendung zur Produktion von marktfähigen Produkten zu beobachten. In der trockenen und hoch gelegenen Region Lahaul wird nun nicht mehr nur Gerste, Erbsen und Buchweizen angebaut, sondern sehr erfolgreich auch Kartoffeln und Hopfen. Selbst in den abgelegenen Regionen des Himalayas lässt sich dieser Wandel von der traditionellen Landwirtschaft hin zum marktorientierten Pflanzen- und Gartenbau beobachten. Der Rohstoffabbau, die Energiegewinnung in Form von Wasserkraft, der Tourismus und die in der Vorbergzone angesiedelten Industriebetriebe sind weitere bedeutende Faktoren für die Wirtschaft des Bundesstaates. Im allgemeinen hat sich der Bundesstaat in den letzten 30 Jahren, im Vergleich zu anderen indischen Bundesstaaten, erfolgreich entwickelt.

Der weitaus größte Teil der Bevölkerung lebt noch immer in kleinen Dörfern bzw. Weilern. Die traditionelle Architektur der Häuser spiegelt das Vorhandensein der Baumaterialien vor Ort. So zeugen die traditionellen Holzhäuser oder Tempel in waldreichen Regionen von einer bewundernswerten Handwerkskunst. Die Häuser sind meist zwei bis drei Stockwerke hoch und besitzen ein Giebeldach, das oft mit Steinplatten gedeckt ist. Auf der regengeschützten Veranda werden das ganze Jahr über vielerlei Arbeiten verrichtet. Das ebenerdige Stockwerk dient auch als Stall für das Vieh. In Lahaul und Spiti wiederum sind die Häuser flach und bestehen vorwiegend aus Lehm und Stein. Wegen der winterlichen Schneeverhältnisse befindet sich noch ein weiterer Hauseingang im oberen Stockwerk. In Lahaul werden aber wegen den klimatischen Veränderungen immer mehr Häuser mit einem Giebeldach aus Blech gebaut.

Religion in Himachal Pradesh

Wie im benachbarten Uttarakhand, so spiegelt sich auch in Himachal Pradesh in den unterschiedlichen religiösen Traditionen die Vielfalt des Hinduismus. Das ohnehin breite Spektrum des Hinduismus wird in Himachal Pradesh noch durch den tibetischen Buddhismus in den Regionen Spiti, Lahaul und Kinnaur ergänzt. In Lahaul und Kinnaur sind die Übergänge zwischen Hinduismus und Buddhismus zuweilen fließend und von den Gläubigen wird wenig Wert auf gegenseitige Abgrenzung gelegt.

Ohne Zweifel stehen die Dorf-Gottheiten, ob männlich oder weiblich, im Mittelpunkt des hinduistisch geprägten religiösen Dorflebens. Inwiefern diese auch als bloße Erscheinungsform von hinduistischen Hauptgottheiten begriffen werden, ist von geringerer Bedeutung. Vielmehr sind die mit der Verehrung verbundenen Kulte und Rituale bedeutsam für das religiöse Leben. Da das Leben der meisten Bewohner noch immer sehr stark von den religiösen Vorstellungen geprägt wird, stehen die Aktivitäten der Menschen unter dem Einfluss der Beziehung des Einzelnen zu den Gottheiten und deren Einfluß auf das Schicksal der Menschen. Es sind eben diese speziellen Kulte und Rituale, die in regelmäßig über das Jahr hinweg stattfindenden Feierlichkeiten die äußere Form des religiösen Lebens demonstrieren. Ob durch Masken, Tanz, Gesang, religiös inspirierte Schauspiele, Prozessionen, schamanistische Praktiken, Tieropfer oder anderen Formen, stets wird auch der religiöse Glauben des Einzelnen als auch der Gruppe von Neuem gestärkt. Und vielleicht fühlt sich der Besucher auch dazu angeregt, sich mehr mit dem Thema Religion auseinander zu setzen.


zurück zum Seitenanfang

www.scharf-pc-service.de
Stand 22.12.2008